Im Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. Martin Burtscher, der das Institut für Sportwissenschaften an der Universität Innsbruck leitet.

Innsbruckläuft: „Was bedeutet der Stadtlauf für Sie?“

Martin Burtscher: Der Innsbrucker Stadtlauf stellt für mich ein großartiges sportliches und soziales Event dar. Wie für viele TeilnehmerInnen ist er auch für mich Motivation, baldigst nach der Schneeschmelze mit dem Lauftraining zu beginnen. Damit wird der Stadtlauf Teil jener regelmäßigen körperlichen Aktivität, die evidenzbasiert zu den bedeutendsten gesundheitsfördernden Maßnahmen zählt.

Für den Stadtlauf gibt es spezielle Vorbereitungskurse am Universitäts-Sportinstitut Innsbruck. Wie können sich TeilnehmerInnen außerhalb dieser Kurse vorbereiten?

Laufen soll Spaß machen und daher ist es notwendig, durch ein aufbauendes Lauftraining dem Organismus Zeit zur Adaptation zu geben. Das bedeutet, dass zumindest 4 – 8 Wochen vor dem „Lauf“ mit dem Training gestartet wird. Besonders Laufneulinge beginnen mit lockerem Dauerlaufen über 20-30 Minuten (auf geeignete Laufschuhe achten) jeden 2ten Tag. Bei guter Verträglichkeit kann jede Woche die Laufeinheit um etwa 10 Minuten gesteigert und gelegentlich auch 2 Tage hintereinander trainiert werden. Nun kann auch gelegentlich die Laufgeschwindigkeit für 1 – 3 Minuten erhöht werden (2 – 5 Mal mit erholenden Pausen). Wenn dann der Stadtlauf näher rückt, steht zumindest 1 Testlauf über die entsprechende Länge (10 km oder 2,5 km) an, um die individuell mögliche Laufgeschwindigkeit über die jeweilige Distanz auszuloten.

Wie sieht die Vorbereitung des RektorInnenteams für den Stadtlauf aus?

Da will ich nicht zu viel verraten. Jedenfalls beeindruckt mich immer wieder, mit welchem Engagement Personen, die ohnehin einen übervollen Terminkalender haben, sich dennoch die Zeit für eine regelmäßige und gewissenhafte Laufvorbereitung nehmen. Für mich das beste Beispiel, dass es eigentlich (fast) keine wirklichen Ausreden gibt.

Werden Sie auch beim Stadtlauf 2016 wieder Teil des RektorInnenteams sein?

Zumindest als Betreuer. Ich hoffe, dass möglichst alle RektorInnen das Training und dann den Stadtlauf bestreiten.

 

Rund 500 Studierende und Mitarbeiter der Leopold-Franzens-Universität gingen 2015 an den Start. Bemerkenswert ist die wachsende Anzahl der Staffelteams. http://www.innsbrucklaeuft.com/magazine/uni-laeuft-2/

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