Für echten Wandel braucht es keinen Sprint sondern einen Marathon
Laufen ist die natürlichste Art der Fortbewegung.
Seit 2014 setzen wir bei unseren vier Veranstaltungen große und kleine Schritte um, mit denen wir Ressourcen schonen und an einer lebenswerten Welt mitgestalten.
2024 wurden wir dafür vom Bundesministerium mit dem 2. Platz des Ehrenamts-Preises in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet!
Diese Geschichte beginnt zehn Jahre früher. 2014 setzen wir die ersten Maßnahmen um und bauen daran schrittweise für alle 4 Veranstaltungen weiter. Ein Prozess der zu unserem Verständnis von Nachhaltigkeit und auch zur Definition passt:
„Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart so zu befriedigen, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden. Dabei ist es wichtig, die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – wirtschaftlich effizient, sozial gerecht, ökologisch tragfähig – gleichberechtigt zu betrachten. „
Die von uns seit 2014 gesetzten Maßnahmen im Überblick:
Abfall
- Großgebinde statt kleinen Portionierungen,
- Verwendung von Mehrwegbechern und -gebinden,
- kompostierbares Absperrband (hat sich leider nicht so bewährt),
- Verzicht auf Druckwerke,
- wieder verwendbare Bienenwachstücher als Preise
- essbare Finisher-Medaille
- alltagstaugliche Siegertrophäen aus Glas.
Regionalität
- kostenfreies Bergwasser, regional hergestellter Iso-Drink,
- Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten und Betrieben (TirolMilch, Walde, Sonnentor, Hernegger, SportSpezial, Gärtnerei Jäger, Laufboutique Rückenwind…)
- Obst aus biologischem und/oder regionalem Anbau sowie fairtrade!
- die Vorteile einer veganen/vegetarischen Ernährung auch für Sportler*innen werden von einem lokalen Verein vorgestellt.
Unsere Pokale und Preise sind im Alltag verwendbar
- Wasserkaraffen, Trinkgläser, Tonkrüge, Buffs
- Medaillen aus Ton oder Holz, die sich auch als Tassen-Untersetzer eignen
- selbstgebackene Lebkuchen des Vereins pro mente Tirol
Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten und Geschäften: TirolMilch Produkte, Fackeln der Firma Walde, Sport Spezial, Laufboutique Rückenwind, Recheis, Apotheke Andreas Hofer Straße,
Mobilität:
- kostenfreie An- und Rückfahrt aus ganz Tirol mit dem VVT-Eventticket und in den IVB-Linien,
- Mitfahrbörsen
- Führungs- und Schlussradler statt Führungsauto und Besenwagen.
Verzicht auf Startertaschen:
- weil wir alle schon genügend Taschen haben,
- nach Taschen aus LKW-Planen und später solchen aus Bio-Baumwolle haben wir entschlossen ganz auf Taschen zu verzichten.
- Stattdessen erhalten alle Läufer*innen, die mit ihrer Silvesterlauf-Startnummer in den SONNENTOR Shop nach Innsbruck kommen bis Ende Jänner 2025 10 Prozent Ermäßigung auf ihren Einkauf.
Soziale Verantwortung:
- wirtschaftlich benachteiligte Menschen binden wir in das Veranstaltungsgeschehen ein,
- Menschen, die körperliche oder geistige Unterstützung brauchen, werden aktiv zu unseren Veranstaltungen eingeladen,
- Zusammenarbeit mit Vereinen und Projekten wie issba, pro mente Tirol, global runners,…;
- Spendenläufe zum Beispiel zur Unterstützung von Wasserprojekten,
- ganzjährig Bewegungsprojekte in Volksschulen und Kindergärten/ mit Yoga,
- Plattform für Initiativen/Vereine, die sich mit Ideen für ein
ressourcenschonendes Leben beschäftigen, - mit den Startgebühren werden im Verein Turnerschaft Innsbruck Trainer*innen und Hallenmieten finanziert.
Qualität statt Quantität. Viele vermissen das Stadtlauf-T-Shirt, das wir jahrelang verschenkt haben und wir werden dieses auch wieder zum richtigen Zeitpunkt und in schöner Qualität anbieten.
Offensichtlich werden die Wirkungen der Green Event Maßnahmen spätestens am Tag der Veranstaltung im Stadtbild und einem müllfreien Veranstaltungsplatz.
DANKE, für Eure Mithilfe!
Inzwischen wurden unsere 4 Veranstaltungen Innsbrucker Silvesterlauf, TirolMilch Frühlingslauf, Innsbrucker Stadtlauf und Nightrun Innsbruck mehrfach von Klimabündnis Tirol und dem Umwelt Verein Tirol als Green Events Tirol ausgezeichnet.
Als Green Event Ausrichter gelten wir in der Tiroler Sportwelt als Vorreiter und auch in Österreich sind wir einer der ersten Sport-Vereine, der sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt.
Ganz im Sinn der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.
In Innsbruck läuft man mit neuen Gedanken.
Warum wir eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung tragen? Wir sind ein Breitensportverein und spreche ein großes Publikum an. Dass es auch als nicht gewinnorientiert arbeitender Verein möglich ist an vielen Rädern zu drehen, das zeigen wir mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog.
Manches wie die Digitale Startertasche haben wir vorerst wieder herausgenommen, weil wir mit den Lösungen nicht zufrieden sind. Nachdem es immer schwieriger wurde sinnvolle Goodies im Rahmen von Kooperationen zu organisieren hätte in der digitalen Startertasche viel Neues Platz: von Gutscheinen, über nützliche Information, Trainingstipps bis hin zu Geschenken.
Auf aktuelle Entwicklungen eingehen. Wer Laufveranstaltungen umsetzt, muss auch auf gesellschaftliche Themen eingehen. Die Flüchtlingswelle haben wir angenommen und in den ersten Jahren in Zusammenarbeit mit der Tiroler Flüchtlingskoordination im Rahmen des Projektes „Dem Warten einen Sinn geben“ vielen Frauen, Kindern und Männern die Teilnahme an unseren Laufveranstaltungen ermöglicht. Wir haben Laufbekleidung zur Verfügung gestellt und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht, weil Sport verbindet. Jeder kann Laufen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Kontostand. Regelmäßig besucht und in den Vorbereitungen unterstützt werden wir bis heute von den Läufern des Vereines Global Runners und run2gether