Laufend auf die Umwelt und den Menschen achten

Mehrweg satt Einweg, Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern und gemeinnützigen Vereinen aus der Region, digitale Startertasche… In vielen Schritten entwickeln sich die Veranstaltungen von InnsbruckLäuft zu ressourcenschonenden.

Es ist nicht alles Gold was glänzt.

Wir schauen genau hin und entscheiden bewusst mit wem wir zusammenarbeiten. Als Green Event Ausrichter sind wir in der Tiroler Sportwelt Vorreiter und auch in Österreich waren wir einer der ersten Vereine, der sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt hat.  Inzwischen wurden der Innsbrucker Silvesterlauf, TirolMilch Frühlingslauf, Innsbrucker Stadtlauf und der Nightrun Innsbruck von Klimabündnis Tirol und dem Umwelt Verein Tirol schon mehrfach als Green Events Tirol ausgezeichnet. „Das ist kein Green Washing sondern die Fortsetzung eines Weges auf den wir uns aus persönlicher Überzeugung schon vor einigen Jahren gemacht haben“, erklärt Dieter Hofmann, organisatorischer Leiter von InnsbruckLäuft.

Auszeichnungen freuen uns, wenn die von uns gesetzten Maßnahmen draußen greifen und Kreise ziehen, haben wir viel mehr  bewegt: ein bewusstes Auseinandersetzen mit unseren Handlungen und ihren Wirkungen.

Warum machen wir das? Wer sich nach seinem inneren Rhythmus bewegt, kommt mit sich selber und seiner Umgebung in Beziehung. „Veranstaltungen wie der Tirol Milch Frühlingslauf, die einer großen Menge an Menschen den Spaß an der Bewegung vermitteln möchten, tragen bereits durch ihr Ansinnen zur Nachhaltigkeit bei“, ist Dagmar Rubatscher von Klimabündnis Tirol überzeugt. Sie unterstützen das Wohlbefinden und die Gesundheit der TeilnehmerInnen auf eine einfache und für alle leistbare Weise. Und sie fördern das Miteinander, indem sie sich an jeden Menschen, unabhängig von Alter, Nationalität oder Geschlecht richten.

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit

Laufveranstaltungen sind daher eine gute Gelegenheit über den eigenen Verbrauch von Ressourcen nachzudenken und anders zu Handeln. Mehrweg- statt Einweg, Baumwoll-Taschen aus fairer Produktion, kein Einsatz von Aludosen, Zusammenarbeit mit lokalen Anbietern und sozioökonomischen Betrieben wie den Vereinen Issba, Impulse und promente Tirol, Verpflegung aus biologischem Anbau und wo möglich aus fairem Handel, Digitale Startertasche, Mobilität  …

Der Maßnahmenkatalog wird immer umfangreicher und mit der Digitalen Startertasche öffnen wir uns seit einem Jahr für neue Möglichkeiten. Nachdem es immer schwieriger wurde  sinnvolle Goodies im Rahmen von Kooperationen zu organisieren hat in der digitalen Startertasche viel Neues Platz: von Gutscheinen, über nützliche Information, Trainingstipps bis hin zu Geschenken. Wir entwickeln uns hier weiter. Eine genaue Anleitung gibt es demnächst.

Auf aktuelle Entwicklungen eingehen. Wer Laufveranstaltungen umsetzt, muss auch auf  gesellschaftliche Themen eingehen. Die Flüchtlingswelle haben wir angenommen und in den ersten Jahren in Zusammenarbeit mit der Tiroler Flüchtlingskoordination im Rahmen des Projektes „Dem Warten einen Sinn geben“ vielen Frauen, Kindern und Männern die Teilnahme an unseren Laufveranstaltungen ermöglicht. Wir haben Laufbekleidung zur Verfügung gestellt und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht, weil Sport verbindet. Jeder kann Laufen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Kontostand. Regelmäßig besucht und in den Vorbereitungen unterstützt werden wir bis heute von den Läufern des Vereines Global Runners und run2gether

Weniger ist mehr. Ein Grenzgang, vor allem in einer Zeit in der Budgets gekürzt werden. Professionelles Arbeiten und Geduld sowie unser authentisches Handeln überzeugen letztlich in Gesprächen mit Sponsoren und Partnern und wir entwickeln neue Sichtweisen. Wir wollen Jene ansprechen, die sich noch nicht mit diesem Thema beschäftigen, zugleich freuen wir uns über neue Partner, die das schon leben – wie Sonnentor oder ummadum, die neue Mitfahrbörse in Tirol.

Weniger ist meistens Mehr – die Umsetzung dessen löst auch Kritik aus. Viele vermissen das Stadtlauf-T-Shirt, das wir jahrelang verschenkt haben und wir werden dieses auch wieder zum richtigen Zeitpunkt und in schöner Qualität anbieten. Es braucht Zeit, bis sich alte Gewohnheiten durch Neue ersetzen lassen. Das muss nicht unbedingt Verlust oder Verzicht bedeuten.

„Die Ausrichtung von Veranstaltungen wie dem Tirol Milch Frühlingslauf als „Green Event Tirol“ hilft den Druck auf die Umwelt deutlich zu reduzieren und zeigt Möglichkeiten auf, auch im eigenen Alltag entsprechende Maßnahmen für Mensch und Umwelt zu setzen.“ Dagmar Rubatscher, Klimabündnis Tirol.

Wenn sich viele Menschen versammeln ist auch die Umwelt unter Druck, da Abfälle anfallen, das Verkehrsaufkommen steigt, Energie verbraucht oder Lärm produziert werden. Am umweltschonendsten wäre es keine Veranstaltung abzuhalten, wir haben uns dafür entschieden Menschen zusammenzubringen und den Blick auf neue Möglichkeiten zu lenken.

An dieser Stelle ist es auch Zeit Euch Läuferinnen und Läufern zu Danken!!!  Denn ohne Eure  Unterstützung wirken auch die bestens vorbereiteten Green Event Maßnahmen nicht. Danke, dass Ihr mit uns daran arbeitet und auch bereit seid auf lieb gewonnene Gewohnheiten zu verzichten.

Offensichtlich werden die Wirkungen der Green Event Maßnahmen am Tag der Veranstaltung im Stadtbild und einem müllfreien Veranstaltungsplatz. InnsbruckLäuft mit neuen Gedanken.